Sachleistung der Pflegeversicherung

Im Rahmen der häuslichen Pflege gewährt die Pflegekasse drei unterschiedliche Leistungen. Der Pflegebedürftige kann selbst zwischen Geldleistung, Sachleistung und Kombinationsleistung wählen. Wenn der Pflegebedürftige sich für einen ambulanten Pflegedienst entscheidet, kann bei der Pflegekasse die Sachleistung beantragt werden. Der Pflegebedürftige entscheidet dabei selbst wann und wie oft der Pflegedienst kommt. Der Pflegedienst rechnet seine Einsätze direkt mit der Pflegekasse ab. Die Pflegekasse übernimmt jedoch nur Pflegeeinsätze bis zum maximalen Gesamtwert, der für den jeweiligen Pflegegrad (ab 2017) gültig ist.

Die Höhe der Sachleistung ab 2017 im Vergleich zum Jahr 2016:

PflegestufeAnspruch bis 31.12.2016PflegegradAnspruch ab 1.1.2017

0

231 €2689 €
1468 €2689 €
1689 €31.298 €
21.144 €31.298 €
21.298 €41.612 €
31.612 €41.612 €
31.612 €5

1.995 €

 

Oft reicht der Betrag jedoch nicht aus. Die Differenz muss der Pflegebedürftige selbst bezahlen. Wenn sein Einkommen nicht ausreicht, gibt es unter Umständen die Möglichkeit finanzielle Unterstützung beim Sozialamt zu beantragen.

Wenn die häusliche Pflege privat organisiert wird, z.B. mit Hilfe einer 24-Std-Pflegekraft oder der Familienangehörigen, erhält der Pflegebedürftige von der Pflegekasse die Geldleistung. Über diese kann er frei verfügen.

Die Pflegebedürftigen können auch eine sogenannte Kombinationsleistung wählen. Dies ist vor allem dann empfehlenswert, wenn medizinische Leistungen erbracht werden müssen. In solchen Fällen ist es die richtige Entscheidung auf professionelle Hilfe zurück zu greifen und einen ambulanten Pflegedienst zu beauftragen. Die Leistungen des Pflegedienstes rechnet die Pflegekasse direkt mit diesem ab. Das restliche Pflegegeld wird anteilig dem Pflegebedürftigen ausgezahlt.

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