Kosten der 24 Stunden Betreuung

Die Pflegekosten unterscheiden sich von Fall zu Fall. Sie hängen von dem Hilfsbedarf des Pflegebedürftigen, von den gewünschten Sprachkenntnissen und Qualifikationen der Betreuerin ab. Nachfolgend ist ein Kostenbeispiel zu Ihrer Orientierung aufgeführt. Die von uns angegebenen Kosten sind immer Gesamtkosten. Alle Steuern, Sozialversicherungsabgaben und Fahrkosten sind in diesem Betrag enthalten. Es entstehen für Sie keine Zusatzkosten.

Die Gesamtkosten liegen durchschnittlich zwischen 1.890 und 1.950 €. Es wird tagesgenau abgerechnet. Der Tagessatz fängt bei 63 € an.

 

Ein Kostenbeispiel

Das nachfolgende Beispiel geht von einem typischen Betreuungsbedarf aus: Pflegegrad 2 bei erheblicher Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, eine Betreuerin mit Pflegeerfahrung und ausreichenden Deutschkenntnissen.

Kosten und Leistungen bzw. Ermäßigungen
  Betreuungskosten 30 Tage x 64 € Tagessatz1.920 €
  Vermittlung und Beratung0 €
  Pflegegeld (bei Pflegegrad 2) *- 316 €
  Leistungen für Verhinderungspflege*- 134 €
  Mögliche Steuerermäßigung**- 333 €
  Tatsächliche Gesamtkosten1137 €

* Das Pflegegeld (je nach Pflegegrad zw. 316 € u. 901 € im Monat) kann der Pflegebedürftige für die private Betreuung verwenden. Für eine Verhinderungspflege zahlt die Pflegekasse bis zu 1.612 € im Jahr.

** Nach §35a EStG kann die Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen (dazu gehören auch Pflege- und Betreuungsleistungen) bis zu 4000 € im Jahr betragen.

 

Die steuerliche Absetzbarkeit ist davon abhängig, wer der Auftraggeber ist.

Wenn die pflegebedürftige Person selbst der Auftraggeber ist, können Kosten bis zu 20.000 EUR maximal im Jahr geltend gemacht werden, was einer Steuerermäßigung von ca. 4.000 EUR entspricht. Die Voraussetzung hierbei ist, dass Steuern in dieser Höhe auch bezahlt wurden.

Wenn die Kinder der pflegebedürftigen Person als Auftraggeber auftreten, greift §33 EStG. In dieser Situation können die Betreuungskosten erst dann geltend gemacht werden, wenn nachgewiesen wird, dass die pflegebedürftige Person allein für die Betreuungskosten nicht aufkommen kann. Um eine möglichst hohe Steuerermäßigung zu gewährleisten, empfiehlt die Betreuungsagentur einen Steuerberater zu Rate zu ziehen.